Aktuelles

Besuch des Ministerpräsidenten

Volker Bouffier überreicht Scheck für neues Projekt „Integrierte Seniorenberatung“ und informiert sich über diakonische Sozialberatung in Hanau 

Bei seinen vorweihnachtlichen Besuchen in sozialen Einrichtungen hat der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier am Montag Halt bei dem Diakonischen Werk Hanau-Main-Kinzig gemacht. Bouffier schaute sich die Räumlichkeiten im Technologiepark Hanau-Wolfgang an und informierte sich über die Arbeit des an drei Standorten im Main-Kinzig-Kreis tätigen Werks. Die Berater*innen der Diakonie unterstützen Menschen in schwierigen Lebenssituationen.

Dekan Dr. Martin Lückhoff führte zu Beginn in die Arbeit des Diakonischen Werkes mit rund 40 hauptamtlich Beschäftigten ein. „Sie sind ein wichtiger Ansprechpartner, um denjenigen zu helfen, die nicht mehr wissen, wie es weitergeht. Sie geben Orientierung und können Lösungen aufzeigen. Das ist wichtig, um nach vorne zu schauen“, lobte Bouffier und überreichte einen Scheck in Höhe von 1.500 Euro zur Förderung des Projektes „Integrierte Seniorenberatung“. Dieses läuft 2020 an und zielt darauf ab, die häufig komplexen Problemlagen älterer Menschen ganzheitlich in den Blick zu nehmen. Durch den Verlust des Partners, Einschränkungen der Gesundheit und der Mobilität oder auch durch unfreiwillige Wohnungswechsel wird eine selbständige Lebensführung oft eingeschränkt. Mit dem Projekt soll älteren Menschen in einer aufsuchenden Beratungsform geholfen werden. Diakoniepfarrer Bernd Laukel, der Leiter des Diakonischen Werks Hanau-Mainz-Kinzig, sagte: „Nicht nur die Organisation von Pflege stellt ältere Menschen und ihre Angehörigen vor eine große Herausforderung. Immer mehr ältere Menschen benötigen Hilfe und Unterstützung in der ganz alltäglichen Bewältigung ihres Lebens.“

Im Anschluss kam Bouffier in kleiner Runde ins Gespräch mit Berater*innen. Dabei zeigte sich der Ministerpräsident als ehemaliger Rechtsanwalt äußerst kundig etwa in den Themen Asylverfahren, Schuldnerberatung und Familienrecht. Abschließend stellte Bouffier fest: „Sozialberatung ist der Spiegel der Gesellschaft.“ An der Gesprächsrunde nahm auch Dr. Harald Clausen, Vorstand der Diakonie Hessen, teil. „Der Austausch zwischen Politik und Sozialarbeit vor Ort bringt die Themen der Menschen nach vorne“, sagte Dr. Clausen. „Unsere Kolleginnen und Kollegen in den Beratungsstellen sind für die Menschen in Not da. Es ist wichtig, dass auch diejenigen, die politische Entscheidungen für uns alle treffen, wissen, wie es den Menschen geht, die ganz unten sind.“

Zurück zur Übersicht