Egal ob Alkohol oder Glücksspiel, Cannabis oder illegale Drogen: Sucht hat viele Gesichter und betrifft Menschen in allen Gesellschaftsschichten. Um darauf aufmerksam zu machen und dieses wichtige Thema in den öffentlichen Fokus zu rücken, setzt das Diakonische Werk Hanau-Main-Kinzig in diesem Jahr einen besonderen Schwerpunkt und möchte mit verschiedenen Veranstaltungen und Aktionen aufklären, sensibilisieren und Raum für Austausch schaffen.
Anlässlich des Gedenktages für verstorbene Drogengebrauchende laden wir herzlich zu dieser Ausstellung ein.
Sie gibt Einblicke in die Lebensrealitäten von Menschen, die wir in der ambulanten Suchthilfe begleiten. Die gezeigten Perspektiven machen sichtbar, welche Herausforderungen, aber auch welche Hoffnungen mit Sucht verbunden sein können.
Die Ausstellung möchte zum Innehalten und Nachdenken anregen – über Prävention, Unterstützung und unsere gemeinsame gesellschaftliche Verantwortung im Umgang mit Sucht und Abhängigkeit.

Den Auftakt macht ein Vortrag am 18. März um 18:30 Uhr im Stadthof in Hanau, in dem die zentralen Wesensmerkmale einer Sucht im Mittelpunkt stehen. Angelehnt an das Zitat „Genug ist nicht genug, genug kann nie genügen“ des Liedermachers Konstantin Wecker geht Referent Mathias Haase der inneren Dynamik der Abhängigkeiten auf den Grund und beleuchtet, wie Sucht entsteht, warum das Empfinden von „Genug“ verloren geht und welche Auswirkungen dies auf das Leben der Betroffenen und ihrer Angehörigen hat. Neben fachlichen Informationen werden Wege aus der Abhängigkeit thematisiert – ebenso wie die Frage, was eine zufriedene und stabile Abstinenz auszeichnet.
Zeit: 18:30 bis 19:30 Uhr
Vortrag mit Mathias Haase, Ambulante Suchthilfe des Diakonischen Werks Hanau Main-Kinzig
in der Agora im Stadthof Hanau
Für viele Menschen mit Suchterfahrung kann das Eingeständnis der eigenen Grenzen ein entscheidender Schritt auf dem Weg in ein neues Leben sein. Kapitulation – verstanden als bewusste Anerkennung der eigenen Situation – kann der Beginn eines Genesungsprozesses sein.
In diesem Impulsvortrag geht es um die Prozesse, die zu einer solchen „Kapitulation als letzter Klugheit“ führen können. Gemeinsam betrachten wir, was daran klug sein
kann und wie diese Haltung Genesungs- und Hilfeprozesse unterstützen kann.
Im Anschluss besteht die Möglichkeit für Fragen und Austausch.
Die Veranstaltung ist identisch mit dem Termin am 24. Juni in den Räumlichkeiten der SEKOS in der Bahnhofstraße in Gelnhausen
Zeit: 18:30 bis 19:30 Uhr
Vortrag mit Mathias Haase, Ambulante Suchthilfe des Diakonischen Werks Hanau Main-Kinzig
in den Räumlichkeiten der SEKOS in der Bahnhofstraße in Gelnhausen
Für viele Menschen mit Suchterfahrung kann das Eingeständnis der eigenen Grenzen ein entscheidender Schritt auf dem Weg in ein neues Leben sein. Kapitulation – verstanden als bewusste Anerkennung der eigenen Situation – kann der Beginn eines Genesungsprozesses sein.
In diesem Impulsvortrag geht es um die Prozesse, die zu einer solchen „Kapitulation als letzter Klugheit“ führen können. Gemeinsam betrachten wir, was daran klug sein
kann und wie diese Haltung Genesungs- und Hilfeprozesse unterstützen kann.
Im Anschluss besteht die Möglichkeit für Fragen und Austausch.
Die Veranstaltung ist identisch mit dem Termin am 22. Juni in der Agora im Stadthof Hanau
Zeit: 9:00 bis 12:00 Uhr
„Es lebe der Rausch! – Entwicklungen im Konsumverhalten von Vapes, Lachgas und Alkohol“
Der Konsum psychoaktiver Substanzen unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen befindet sich im Wandel. Neben Alkohol und Nikotin treten neue Trends wie Vapes und Lachgas zunehmend in Erscheinung und werden oft als harmloser Partyspaß wahrgenommen, während gesundheitliche Risiken und Mischkonsum unterschätzt werden.
Auch im öffentlichen Raum wird dieser Wandel sichtbar – etwa durch Lachgaskartuschen, Einweg-Vapes oder neue Verkaufsformen wie Automatenkioske mit neuartigen psychoaktiven Substanzen. Gleichzeitig bleibt Alkohol fest verankert im gesellschaftlichen Leben.
Der HaLT-Fachtag greift diese Entwicklungen auf, informiert über Wirkungen und Risiken und beleuchtet den Konsum im Zusammenspiel verschiedener Substanzen. Im Fokus steht die Frage, wie Fachkräfte, Schulen und Kommunen angemessen reagieren und wirksame Präventions- und Interventionsstrategien entwickeln können.
Im Rahmen der Veranstaltung erwarten Sie verschiedene Fachvorträge, unter anderem zur medizinischen Perspektive auf den Konsum von Lachgas. Weitere Beiträge beleuchten die polizeiliche Einordnung sowie gesellschaftliche und soziale Aspekte des Themas. So entstehen unterschiedliche Blickwinkel auf Drogenkonsum und seine Auswirkungen.
Nur für geladene Gäste!
Vortragsbeginn um 17:30 Uhr
„Was macht eigentlich die Suchthilfe?“
Welche Angebote bietet die Ambulante Suchthilfe des Diakonischen Werks Hanau-Main-Kinzig?
Wie wirken verschiedene Substanzen, und welche Themen stehen in der Beratung im Mittelpunkt?
Der Vortrag gibt Einblicke in die Arbeit der Suchthilfe und vermittelt g
wird noch bekannt gegeben
Zeit: 18:00 Uhr
Vortrag: „Kontrollierter Konsum – Ein neuer Blick auf den Umgang mit Substanzen“
Ist ein kontrollierter Umgang mit Substanzen möglich – und wenn ja, wie kann er aussehen?
Der Vortrag beleuchtet Ansätze des kontrollierten Konsums, zeigt Möglichkeiten der Schadensminimierung auf und diskutiert Chancen sowie Grenzen dieses Umgangs.
Zeit: tagsüber
An verschiedenen Infoständen stellen sich unsere Kooperationspartner und -einrichtungen vor. Besucher erhalten Einblicke in ihre Arbeit, ihre Angebote und Unterstützungsmöglichkeiten im Bereich der Suchthilfe. Gleichzeitig bietet sich die Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen und Fragen zu stellen.
später, Uhrzeit wird noch bekannt gegeben
Podiumsdiskussion: „Unsere Doppelmoral“ moderiert von Frau Backhaus-Arnold
Wie spricht unsere Gesellschaft über Drogen – und wie über die Menschen, die sie konsumieren? In der Podiumsdiskussion wird der Blick auf gesellschaftliche Haltungen, Vorurteile und Widersprüche im Umgang mit Sucht gerichtet. Gemeinsam wird darüber diskutiert, wie Stigmatisierung entsteht und welche Wege zu mehr Verständnis und einem offenen Dialog führen können.
Zeit: 10:00 Uhr
„Woran du dein Herz hängst“ (Martin Luther)
Woran hängen wir unser Herz – an Menschen, Gewohnheiten oder Dinge, die uns Halt versprechen? Gerade im Zusammenhang mit Sucht und Abhängigkeit wird deutlich,
wie stark etwas unser Denken, Fühlen und Handeln bestimmen kann. Was zunächst Trost oder Entlastung verspricht, kann Menschen in eine tiefe Abhängigkeit führen.
Dieser Gottesdienst lädt dazu ein, über Sehnsucht, Halt und Hoffnung nachzudenken. Gemeinsam richten wir den Blick darauf, was Menschen trägt, wenn das Leben aus dem
Gleichgewicht gerät, und welche Wege zu neuer Hoffnung und Unterstützung führen können.
Zeit: wird noch bekannt gegeben
Deutschrap als jugendkultureller Einflussfaktor auf Substanzbewertungen
Vortrag mit Laura Waßmuth, Ambulante Suchthilfe des Diakonischen Werks Hanau Main-Kinzig im Jugendzentrum Langenselbold
Wie stark bewertet jugendkulturelle Narrative – insbesondere in der deutschen Rapmusik – die Wahrnehmung und Bewertung legaler und illegaler Substanzen. Anhand
von konkreten Beispielen werden Konsumdarstellungen, Normalisierungsprozesse und ihre Relevanz für die Arbeit reflektiert. Der Vortrag bietet Fachkräften Informationen, fundierte Impulse für Gesprächsführung für die Arbeit mit konsumierenden Jugendlichen und jungen Erwachsenen.
Zeit: 9:00 bis 15:30 Uhr
Tagesseminar (Anmeldung erforderlich, der Link zur Anmeldung folgt in Kürze)
Akademiestr. 7, 63450 Hanau, Ecke Grimmelshausenstraße
Rückfall – Schicksal oder Entscheidung?
Wie entstehen Rückfälle – und wie lassen sie sich vermeiden?
In diesem Tagesseminar lernen Sie typische „Baupläne“ eines Rückfalls kennen und erfahren, wie Rückfallprophylaxe im Alltag gelingen kann.