Hanau, 05.03.2026. Hohen Besuch hatte das Diakonische Werk Hanau‑Main‑Kinzig: Die Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen‑Waldeck, Beate Hofmann, und die Pröpstin für Hanau‑Hersfeld, Sabine Kropf‑Brandau, informierten sich vor Ort über die vielfältige soziale Arbeit der Diakonie. Im Mittelpunkt des Austauschs standen insbesondere die Schuldnerberatung sowie die akzeptierende Suchtarbeit des Diakonischen Werks.
In einem offenen und intensiven Gespräch stellten Mitarbeitende des Diakonischen Werks ihre Angebote vor und berichteten aus der täglichen Praxis. Deutlich wurde dabei, wie eng finanzielle Notlagen, psychosoziale Belastungen und Suchterkrankungen miteinander verwoben sind. Die Schuldnerberatung begleitet Menschen in finanziellen Krisen wertschätzend und lösungsorientiert – ohne moralische Bewertung, sondern mit dem klaren Blick nach vorn. Gleichzeitig setzt die ambulante Suchthilfe bewusst auf akzeptierende Ansätze, um Menschen auch in schwierigen Lebenssituationen zu erreichen und gesundheitliche Risiken zu reduzieren.
Neben fachlichen Fragen wurde auch politisch diskutiert. Bischöfin Hofmann würdigte die Arbeit der Diakonie ausdrücklich und betonte deren Bedeutung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Zugleich äußerte sie ihre Sorge um die Zukunft des Sozialstaats:
„Soziale Sicherung darf nicht als Luxus betrachtet werden. Gerade in Zeiten multipler Krisen braucht es verlässliche Strukturen, die Menschen auffangen und Teilhabe ermöglichen“, so Hofmann.
Auch die Herausforderungen durch steigende Fallzahlen, komplexere Problemlagen und unsichere Finanzierungsbedingungen kamen zur Sprache. Die Vertreterinnen der Kirche machten deutlich, dass diakonische Arbeit eine unverzichtbare Brücke zwischen Kirche, Politik und Gesellschaft darstellt.
Ute Engel, Geschäftsführerin des Diakonischen Werks Hanau‑Main‑Kinzig, unterstrich die Bedeutung des Besuchs: „Der Austausch mit Bischöfin Hofmann und Pröpstin Kropf‑Brandau war für uns sehr wertvoll. Er zeigt, dass unsere tägliche Arbeit gesehen wird – und dass die Sorgen unserer Klient*innen auch auf kirchlicher und politischer Ebene ernst genommen werden. Gerade Schuldnerberatung und akzeptierende Suchtarbeit sind zentrale Bausteine, um Menschen in schwierigen Lebenslagen Perspektiven zu eröffnen.“
Der Besuch endete mit dem gemeinsamen Fazit, dass soziale Arbeit langfristig verlässlich unterstützt werden muss – fachlich, strukturell und finanziell. Das Diakonische Werk Hanau‑Main‑Kinzig sieht sich dabei weiterhin als engagierter Akteur für soziale Gerechtigkeit in der Region.

Bildbeschreibung v.l.n.r.
Hannah Pfister (Ambulante Suchthilfe), Maja Kapteina (Schuldnerberatung), Sabine Kropf-Brandau (Pröpstin), Ute Engel (Geschäftsleitung Diakonisches Werk), Prof. Dr. Beate Hofmann (Bischöfin), Samuel Mergenthal (Geschäftsleitung Diakonisches Werk), Dr. Martin Lückhoff (Dekan Kirchenkreis Hanau)
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